Judo ist eine japanische Kampfkunst, die auf den waffenlosen Techniken der Selbstverteidigung basiert. Um die Entstehung des Judo zu verstehen, muss man etwas weiter in der Geschichte Japans zurückblicken.
Um 1185 n. Chr. begann eine Zeit des Blutvergiessens und der fast ununterbrochenen Kriege in Japan. Zu dieser Zeit begann der Aufstieg der Samurai. Sie waren Krieger, die durch einen Ehrenkodex (Bushido = Weg des Kriegers), auf Gedeih und Verderben an ihre Herren gebunden waren. Sie entwickelten zahlreiche bewaffnete und unbewaffnete geheime Kampfkünste (Bu-Jutsu). Das Ju-Jitsu war nur eine davon.
Ju-Jitsu hatte seinen Ursprung im Nahkampf. Die dort entwickelten Techniken wurden in einem System zusammengefasst. Daraus entstand eine Kampart ohne Waffen. Tritte, Schläge, Würfe und Gelenkhebel kamen dabei zur Anwendung, welche immer weiterentwickelt wurden.
Im Judowettkampf gibt es viele Regeln und für den Laien ist das Verfolgen eines Kampfes eine schwierige Angelegenheit. Schläge und Tritte sind verboten, man erringt den Sieg durch Wurf-, Festhalte-, Würge- und Hebeltechniken.
Im Wettkampf kann man den Sieg auf verschiedene Arten erringen:
1. Eine Technik wird so perfekt ausgeführt, dass der Kampfrichter Ippon gibt.
2. Der Gegner wird 25 Sekunden lang am Boden und auf dem Rücken festgehalten.
3. Man zwingt den Gegner aufzugeben indem man ihn würgt oder einen Gelenkhebel ansetzt.
Die im Stand angewandten Techniken werden vom leitenden Kampfrichter gewertet (Yuko, Waza-ari, Ippon). Verbotene Handlungen werden mit Strafen geandet und kommen dem Gegner wiederum als Wertung zu gute. Das heisst, für die kleinste Strafe von Kämper A, bekommt Kämper B die kleinste Wertung und so weiter. Bei der dritten und letzten Strafe, welche dann logischerweise einem Ippon entsprechen würde, wird der Kämpfer automatisch disqualifiziert und ist vom weiteren Wettkampf ausgeschlossen.